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Berühmte Weingüter

Hier stellen wir Ihnen jeden Monat ein berühmtes Weingut vor.

Informationen zum Chateau Petrus und Chateau d' Yquem, Chateau Mouton-Rothschild, Chateau Margaux, Chateau Latour, Chateau Cos d' Estournel und weiteren Weingütern finden Sie unter den Buttons links.

Chateau Lafite-Rothschild

Besitzer: Familie Rothschild 1er Cru Classe 1855

AOC Pauillac

100 ha, 21000 Kisten

Rebsorten: Cabernet Sauvignon 70 %

Cabernet Franc 10 %

Merlot 20 %




So entsteht ein großer Bordeaux

In diesem Weingut werden seit mehr als 200 Jahren Weine für Millionäre mit Intellegenz und Geschmack gekeltert. Als hier einmal Stichproben aus 36 Jahrgängen, die bis auf das Jahr 1799 zurückgingen,probierrt und miteinander verglichen wurden, stellten die Beteiligten bewundernd fest, wieviel gleichmäßige Güte sie dabei vorfanden. Bei allen Unterschieden in Qualität, Art und Reifegrad dieser Jahrgänge zeigte sich eine unverkennbare Verwandschaft zwischen allen Weinen über anderthalb Jahrhunderte hinweg.

Lafite hatte in den sechziger und Anfang der siebziger Jahre eine Pechsträne. Seit 1976 ist es wieder Inbegriff eines traditionsreichen Chateau von Bordeaux in bester Form.

Die Familie Rothschild kaufte dieses Chateau im Jahre 1868 und hat ihn seither wie ihren Augapfel gehütet. 1974 übernahm ihn der 34jährige Baron Eric de Rothschild von seinem Onkel Elie, der seit 1946 dessen Verwalter war.



1989 wurde ein einzigartiger spektakulärer Chai mit kreisförmigen Grundriß eingeweiht, der tief in die Weinberge eingegraben ist. In den düsteren, moosbewachsenen Flaschenkellern, die Jahrgänge bis zurück ins Jahr 1797 bergen - er erste Bordeaux, der je in einem Chateau auf Flaschen gezogen wurde, liegt hier noch im Orginalgebinde-, ist die Vergangenheit gegenwärtig.



 

Die Qualitätbeginnt beim Boden: tiefgründige Kiesbänke auf Kalkgestein. Viel hängt auch vom alter der Reben ab. Bei Lafite beträgt das Durchschnittsalter 40 Jahre. Noch mehr kommt es darauf an, den Ertrag zu beschränken - vorsichtiges Düngen und strenger Schnitt - drücken ihn auf 40 bis 45 hl/ha.

Die Weinlese beginnt im Medoc irgendwann zwischen Anfang September und Ende Oktober, je nachdem, wie das Jahr ausfällt und wann die Trauben den optimalen Reifegrad erreichen. Das wird vor allem nach dem Zuckergehalt bestimmt, wenn auch allerdings darauf geachtet werden muß, ob Regenwetter oder Fäulnisbefall droht. In einem großen Weinbergsbesitz ist es natürlich nicht möglich, alle Trauben genau zum idealen Zeitpunkt zu ernten. Die leser beginnen mit der Merlot-Traube, die ja am frühesten reift und arbeiten sich dann so schnell sie können durch. Lafite beschäftigt bei der Lese 250 Leute, um die Ernte so rasch wie möglich einzubringen.

Die wichtigste Arbeit des Auslesens beginnt schon im Weinberg. Ungleichmäßig reife Trauben oder fäulnis- befallene werden gleich ausgeschieden. Im Cuvier, wo die Trauben in Douilles angeliefert werden, von denen jede genug Trauben für ein Faß Wein enthält, wird wieder eine Inspektion vorgenommen, ehe das Lesegut in den " egrappoir-fouloir " gekippt wird, eine einfache Mühle, die zuerst die Beeren von den Stielen trennt und sie dann zerkleinert. Hier besteht ein feiner Unterschiedzu den meisten anderen Weingütern, in denen ein " fouloir-egrappoir " verwendet wird, der das Entrappen und das Zerkleinern gleichzeitig ausführt. Ein Perfektionist wie Lafite entfernt die Stiele zuerst.



Die zerquetschten Trauben werden getrennt nach Sorten in aufrechtstehende Eichenfässer gepumpt, von denen jedes zwischen 15750 und 20250 l faßt. Reicht der natürliche Zuckergehalt der Trauben nicht aus, um mindestens 11,5 % Alkohol im Wein zu erzeugen, dann wird eine entsprechende Menge reiner Zucker zugegeben. Bei milder Witterung beginnt der pulpige Saft schon innerhalb eines Tages gewaltig zu gären.Bei kühler Witterung wird der ganze Cuvier geheizt.

Die Gärungstemperatur wird so reguliert, daß sie nicht höher als auf 30 Grad C steigt - das ist gerade richtig um möglichst viel Farbstoff aus den Schalen zu ziehen, aber nicht soviel, daß die Hefen in ihrer Entwicklung gehindert werden, was den stetigen Gärungsverlauf beeinträchtigen würde.

Der Gärvorgang dauert je nach den vorhandenen Hefen, dem Reifegrad der Trauben und der Witterung etwa ein bis 3 Wochen. Der Wein kann bis zu 21 Tage lang auf den Schalen belassen werden, wenn das nötig ist, um ein Höchstmaß an Farb- und Geschmacksstoffen aus diesen herauszulaugen.Mit etwas Glück ist dis dahin auch die Apfel-Milchsäure-Gärung im Gang oder sogar schon beendet.

Jetzt wird der Most in neue 225 l Barriques abgezogen, die im Chateau selbst aus Limousin-Eichenholz aus den Wäldern von Troncais gebaut werden. Das restliche Marc aus Schalen und Kernen wird in einer hydraulischen Presse abgepresst. Die Barriques - in einem fruchtbaren Jahr können es bis zu 1100 Stück sein - stehen in Reihen im Chai, mit einem leichten Pfropfen oben verschlossen, bis die Apfel-Milchsäure-Gärung beendet ist.Zu beginn des neuen Jahres probieren dann der Gutsherr, sein Verwalter, der Maitr de chai und der als Berater fungierende Önologe Prof. Boisseenot den tintenartiken ,scharfen neuen Wein und treffen die ganzwesentliche Auswahl,welche Fässer für den Grand Vin des Chateaus gut genug sind, welche für das Zweitetikett Carruades de Lafite taugen und welche einfach als Pauillac hinausgehen sollen. Jetzt ist die Zeit gekommen für die " assemblages ", die Zusammenstellung der Weine aus den vier verschiedenen Traubensorten, die bis jetzt noch immer getrennt lagern.Schließlich werden die Barriques in große Fässer zum Mischen geleert, Gewaschen und leicht ausgeschwefelt und der gemischte Wein wird wieder in sie zurückgefüllt.

Ein weiteres Jahr stehen sie nun mit losem Stopfen und werden wöchentlich aufgefüllt, um den Schwund, den Verdunstungsverlust, auszugleichen. Zwischendurch wird der Wein zwei- bis dreimal in saubere Fässer abgezogen und mit geschlagenem Eiweiß "geschönt". Das Eiweiß wird auf die Oberfläche gegossen, gerinnt dort und sinkt allmählich zu Boden, wobei es alle Schwebeteilchen mit sich nimmt.



Wenn das Jahr vorüber ist, werden die Spunde mit einem Hammer fest eingeschlagen und die Fässer " bondes de cotes " - mit dem Spund auf der Seite - aufgestellt. Fortan kann man Kostproben nur noch durch das Zapfloch am Ende des Fasses entnehmen.

Im Chateau Lafite bleibt der Wein weitere neun bis zwölf Monate im Faß, bis er im zweiten Sommer oder Herbst nach der ursprünglichen Lese noch einmal abgezogen und in den großen Behälter gegeben wird, der die Flaschenabfüll- maschine versorgt. In ihn kommen jeweils sechs Fässer auf einmal; denn würde der Wein direkt aus den einzelnen Fässern auf Flaschen gezogen, gäbe es zuviel Ungleichmäßigkeit.

Seit einiger Zeit setzt Rothschildscher Unternehmergeist die technische und finanzielle Stärke von Lafite nah und fern für neue Aufgaben ein. So wurde das Nachbar-Chateau Duhart-Milon gekauft und renoviert; Chateau Rieussec in Sauternes sowie das Spitzen-Chateau L'Evangile in Pomerol

wurde ebenfalls erworben, und in Chile (1988), Kalifornien (1989) und Portugal (1992) Gemeinschaftsunternehmungen auf den Weg gebracht.





 

 

Auszug aus dem Buch " Der große Johnson " erschienen im Hallwag Verlag.


Lage

Das Gut liegt in Pauillac im Norden, unmittelbar an der Gemeindegrenze zu Saint-Estèphe im Tal vor der Anhöhe und neben dem Schwestergut Chateau Mouton Rothschild an der "Route du Vin", der Departementstraße No. 2.

Weine

Die Rebfläche beträgt 100 ha. Das Weingut produziert in normalen Jahren einschließlich des Zweitweines "Carruades de Lafite" ca. 500.000 Flaschen Wein.

Lafite hat eine jahrhundertelange Reputation für Höchstklassewein, der das Gut jedoch im 20.Jahrhundert nicht jederzeit gerecht wurde. Erst seit den 1980er Jahren erzeugt es beständig wieder Spitzenweine. Die besten Weine wurden von dem Weinkritiker Robert Parker mit vollen 100 Parker-Punkten ausgezeichnet: die Jahrgänge 1982, 1986, 1990, 1996 und 2000. Der Wein des Jahres 1959 (100 PP) hat einen Ruf wie Donnerhall. Er wird in ganz seltenen Fällen im Handel zu vierstelligen Preisen offeriert (Stand 2002: Karstadt-Oenothek im Rhein-Ruhr-Zentrum Mülheim, 1.199 Euro). Es gibt Weinkenner, die auf die letzten Lafite-Jahrgänge vor der Reblaus-Katastrophe schwören und bereit sind, für eine Flasche Lafite vor 1875 fünfstellige Dollar-Preise zu zahlen.

Inhaber, Klassifikation

Das Gut ist im Besitz des französischen Zweiges der Bankiersfamilie Rothschild. Bei der Bewertung der Weingüter von Bordeaux anlässlich der Weltausstellung in Paris 1855 wurde die herausragende Stellung von Lafite mit dem Rang eines Premier Cru Classé gekrönt.

Diese Bewertung erfolgte entlang der in Handelskreisen langjährig geführten Ranglisten, nach erzielbaren Verkaufspreisen der Weine. In diesen Listen belegte Lafite-Rothschild bekanntermaßen lange den ersten Platz.

Außer Lafite-Rothschild in Pauillac fanden sich in der offiziellen Klassifikation von 1855 nur die Güter Château Latour im gleichen Ort, Château Haut-Brion in Pessac, und das Château Margaux in Margaux als Premier Cru-Weingüter.

Das Weingut Lafite-Rothschild hat als Besonderheit die Berechtigung, abseits der Orts-Appellation Pauillac eine kleine Fläche Wein aus der Nachbargemeinde Saint-Estèphe mit verschneiden zu dürfen.

Weblinks http://www.lafite.com 

Die Weine

1989 Château Lafite Rothschild  
Premier Grand Cru Classé Pauillac A.C.
Schlossabzug - klassifiziertes Hochgewächs
 

Art: rot
Robert Parker: 90+ Punkte
WineSpectator: 88 Punkte

klassifiziertes Hochgewächs

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1989 Château Lafite Rothschild
0,75l Flasche
€ 455,00

Parker-Wertung
Parker-Wertung: 90+ Punkte / Testdatum Nov 96
The 1989 Lafite is also outstanding, but closed, with the tannin more elevated, and the wine so stubbornly reticent as to make evaluation almost impossible. Lafite's 1989 was far more easy to taste and understand several years ago. It appears to have gone completely to sleep. This medium ruby-colored, medium-bodied wine reveals new oak in the nose, and a spicy finish. It is a quintessentially elegant, restrained, understated style of Lafite.
Wein-Spectator-Wertung
Wein-Spectator-Wertung: 88 Punkte / Testdatum Juni 2001
Dark ruby color. Tanned leather, berry and cherry aromas. Full-bodied, with silky tannins and a candied watermelon aftertaste. A bit odd. Not a good bottle. Normally classic quality. Not quite what it should be. Drink now.
Produktbewertungen
Weinwisser: 2003: Wieder eine geniale, berauschende Flasche an der Lafite-Probe von Sigi Döttelmayer in Bad Aussee: Er entwickelt momentan eine fast an Tempranillo erinnernde Süsse in der Nase. Geht in Richtung der Maximalnote.
19/20 Punkten

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2004 Château Lafite-Rothschild  
Premier Grand Cru Classe Pauillac A.C.
 

Art: rot

klassifiziertes Hochgewächs

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2004 Château Lafite-Rothschild
0,75l Flasche
€ 390,00

2004 Château Lafite-Rothschild
1,5l Flasche
€ 790,00

Château Lafite Rothschild 2005

Erster Cru Classé , Pauillac,
Bordeaux, Frankreich

Gleichgewicht, Präzision, Perfektion: Lafite Rothschild ist „makellos rein“, schreibt Parker. Sie werden zwischen den samtweichen Aromen von schwarzen Früchten, Blumen und Lakritze genussvoll die feine Note Graphit finden, die diesen „absoluten“ Wein ausmacht.

Benotung durch 1855 :
Parker : 93-96/100
Wine Spectator : 98/100
Decanter : 5/5
Jancis Robinson : 19/20
Quarin : 19/20
RVF : 9,5/10
Le Point : 19/20


1 351,59 EUR inkl. MwSt.
Pro Flasche (75 cl.)
http://www.1855.com/bordeaux/vin/10111762/de/lafite-rothschild/

Château Lafite Rothschild 2002

Erster Cru Classé , Pauillac,
Bordeaux, Frankreich

Ein konzentrierter, ungestümer, reicher Wein, von einer unglaublichen Struktur. Trotz seiner Mächtigkeit bleibt er rassig und elegant. Sein volles Potential hingegen muss er erst noch entwickeln...

Benotung durch 1855 :
Parker : 94/100
Wine Spectator : 95/100
Decanter : 5/5
Quarin : 17,75/20
RVF : 8,5/10

436,30 EUR inkl. MwSt.
Pro Flasche (75 cl.)

http://www.1855.com/bordeaux/vin/10067675/de/lafite-rothschild/

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