| Die Weinfunatiker-Wir haben Spaß am Wein
Das Château Mouton-Rothschild in Pauillac bei Bordeaux ist eines der berühmtesten Weingüter der Erde.
Das Gut ist im Besitz des englischen Zweiges der Bankierdynastie Rothschild. Bei der Bewertung der Weingüter von Bordeaux anlässlich der Weltausstellung in Paris 1855 wurde die Stellung von Mouton mit dem Rang eines Deuxième Cru Classé gewürdigt.
Diese Bewertung erfolgte entlang der in Handelskreisen langjährig geführten Ranglisten, nach erzielbaren Verkaufspreisen der Weine.
Es wird von vielen als das Bordeaux-Weingut schlechthin und der dort produzierte Rotwein als der bekannteste und beste der Welt bezeichnet. Um diesen Rang muss es aber mit anderen, wie zum Beispiel Chateau Margaux, Chateau Petrus und seinem „ewigen Rivalen“ Chateau Lafite-Rothschild rittern. Der heutige Mouton-Teil wurde im 18. Jahrhundert vom Baron de Brane gekauft und hieß „Château Brane-Mouton“.
Die Weine
Chateau Mouton-Rothschild besitzt 82 ha Rebfläche, die zu 77% mit Cabernet Sauvignon, zu 11% mit Merlot, zu 10% mit Cabernet Franc und zu 2% mit Petit Verdot bestockt sind. Hieraus werden jährlich ca. 300.000 Flaschen des Erstweines und eine unterschiedliche Zahl an Flaschen des Zweitweines "Le Petit Mouton" gefüllt. Mouton hat auch einen kleinen Anteil Weißwein (nicht in obigen Anteilen enthalten), der 18 bis 24.000 Flaschen ergibt.
Die Weine von Mouton sind für ihre starke Streuung der Qualität bekannt oder auch berüchtigt: in guten Jahren, wenn z. B. der würzige Petit Verdot ausreift und in die Cuvée des Erstweines gelangt, kann Mouton phantastisch gute Weine fertigen. Dies war in den Jahren 2000 (97+ PP), 1998 (96 PP), 1995 (95+PP), 1986 (100 PP), 1982 (100 PP) und 1961 (98 PP) der Fall. In weniger prachtvollen Jahren aber kann der Mouton auch unterdurchschnittlich ausfallen; berüchtigt ist z.B. das Jahr 1990 mit "nur" 90 PP, derweilen Nachbargüter perfekte Weine bis zu vollen einhundert Punkten fertigten. Dann sind die Weine von Mouton zwar preiswerter, aber nicht so viel billiger, wie sie anteilig "schlechter" sind: dann kann der Kenner abseits vom Mouton ohne Probleme Weine finden, die zum halben Preis gleich gut oder besser sind.
Einen Sonderfall stellt der Wein des Jahres 1945 dar: in jenem Jahr gelang es dem sagenumwobenen damaligen Kellermeister Raoul Blondin, einen solch massiven, öligen, gewaltigen Wein in die Fässer zu legen und später unter dem "V"-Label "a la memoire pour Victoire" des Künstlers Philippe Jullian abzufüllen (zum Gedenken an den Sieg über Nazi-Deutschland), dass er auch 60 Jahre später die Weinwelt in Erstaunen versetzen kann. Dieser Wein gehört, wenn er gut gelagert erhalten blieb, zu den unvergeßlichen Erlebnissen ambitionierter Weinkenner und teilt seinen Ausnahme- und Kultstatus mit nur ganz wenigen anderen bordelaiser Weinen wie dem Château Cheval Blanc von 1947, dem Château Latour von 1961 oder dem Château Margaux von 1900. Dementsprechend hoch wird der 1945er (meist auf Auktionen) gehandelt: aktuelle Preise haben ein Niveau von 5000 bis 6000 Euro für die Normalflasche. Naturgemäß werden diese Flaschen Wein immer seltener. Von diesem Wein sind mittlerweile auch gefälschte Neubefüllungen aufgetaucht.
Seit 1997 wird ein Zweitwein "Le Petit Mouton" hergestellt

Die Geschichte der Rothschilds begann am 11. Mai 1853. An diesem Tag kaufte Baron Nathaniel Rothschild (1812-1870) vom englischen Zweig dieser Familie, den Besitz mit damals 35 Hektar Rebfläche für die Summe von 1,124 Millionen Francs vom damaligen Besitzer, dem Marquis de Segur. Er gab ihm den Namen „Château Mouton-Rothschild“. Zu jener Zeit bestand das Weingut nur aus einigen Scheunen und Hallen, ein „Château“ gab es noch nicht. Bei der im Jahre 1855 erfolgten Bordeaux-Klassifizierung erhielt das Weingut „nur“ den zweiten Rang „Deuxième Cru Classé“. Man fügte aber sozusagen als „Trostpflaster“ den Titel „Premier des Seconds“ (Erster der Zweiten) hinzu. Auf Nathaniel folgte sein Sohn James (1844-1881), der mit dem Bau eines herrschaftlichen Hauses begann. Es wurde erst nach seinem Tod durch seine Witwe beendet. James Rothschild folgte sein Sohn Henri (1872-1947), der aber weniger an Wein, als an Kunst interessiert war. Dessen jüngster Sohn Philippe de Rothschild (1902–1988) erbte das Weingut im Jahre 1922, übernahm im Alter von 20 Jahren die Verantwortung über Schloss und Weingut und begann den bewundernswerten Kampf um die Einstufung als „Premier Cru Classé“. Er kreierte den berühmten Wahlspruch „Premier ne puis, second ne daigne, Mouton suis“ (Erster darf ich nicht sein, Zweiter mag ich nicht sein; Mouton bin ich).
Das heutige Gut stellt das Lebenswerk des verstorbenen Barons Philippe de Rothschild dar, der es Anfang der 1920er Jahre als junger Mann erbte und mit Qualitätsstreben und der Suche nach neuen Methoden zu immer besseren Leistungen brachte. Die ausschließliche Abfüllung des Weines auf dem Weingut war seine erste revolutionäre Neuerung, um alle Stufen des Produktionsprozesses selbst zu bestimmen: Mise en Bouteille au Château.
Die früher gängige Praxis des Fassverkaufes an Händler, die dann Flaschen nach eigenem Gusto (mal besser, mal schlechter) füllten, gehört nunmehr fast der Vergangenheit an: Mouton und Baron Philippe de Rothschild setzten den Anfang hierfür
Schließlich wurde auf des Barons Initiative die „Association des Premier Crus“ gegründet, der sich 1929 auch das Château d´Yquem anschloss. Durch die schlechten Jahrgänge 1930 bis 1932 gebar der Baron die Idee eines einfachen Weines und der große bis heute anhaltende weltweite Siegeszug der Marke Mouton Cadet begann. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Weingut durch die pro-deutsche Vichy-Regierung annektiert und mit der Leitung ein deutscher „Weinführer“ beauftragt. Mit seinem berühmten Kellermeister Raoul Blondin, der insgesamt 60 Mouton-Jahrgänge kreierte, kämpfte der Baron 51 Jahre lang um die Anerkennung des Weines als Erstes Gewächs. Die Qualität wurde nie bestritten, von offizieller Seite fürchtete man einfach die nicht vorhersehbaren Folgen einer Änderung des unumstößlichen Gesetzes von 1855. Doch im Jahre 1973 war ihm endlich Erfolg beschieden und der neue Wahlspruch lautete nun: „Premier je suis, second je fus, Mouton ne change” (Erster bin ich, Zweiter war ich, Mouton ändert sich nicht)
Baron Philippe de Rothschild feierte mit dem als Jahrhundertwein eingestuften Jahrgang 1982 seine 60. Weinernte. Seine letzte und 65. Ernte erlebte er mit dem Jahrgang 1987, wenige Monate später ist er im Jänner 1988 gestorben. Seine Tochter Baronesse Philippine de Rothschild-Serays (geb. 1935), welche seitdem das Familienunternehmen leitete, gedachte Ihres Vaters auf der durch den Schweizer Künstler Hans Erni gestalteten Etikette des Jahrgangs 1987 mit folgender Widmung: „A mon père, le Baron Philippe de Rothschild, rénovateur de Mouton, je dédie ce millésime de sa 65ème et dernière vendange - Mouton ne change“ (Meinem Vater, Herrn Baron Philippe von Rothschild, Erneuerer des Mouton, widme ich diesen Jahrgang seiner 65. und letzten Weinernte - Mouton für immer). Die Baronesse führt heute als Aufsichtsrats-Vorsitzende mit ihren drei Kindern das Unternehmen weiter. Dies sind die Tochter Camille (geb. 1961), sowie die Söhne Philippe (geb. 1963) und Julien (geb. 1971). Im Gegensatz zum französischen Zweig ist die Madame mehrheitlicher Besitzer. Dazu zählen die Güter Château Clerc Milon und Château d´Armailhac (beide Pauillac), Opus One (Napa Valley, Kalifornien), Quinta do Carmo (Alentejo, Portugal), sowie ein Joint-Venture mit Concha y Toro in Chile mit dem Rotwein Almaviva. In der Firma La Baronnie werden mehrere Markenwein-Linien produziert, darunter der ungemein erfolgreiche und weltweit exportierte Mouton Cadet. Weltweit gibt es kaum ein Weingut mit so umfangreichem Merchandising; angefangen von T-Shirt, Poster, Krawatte, Gläsern, Kalender bis Korkenzieher kann man (neben Wein) alles kaufen.
Château Mouton-Rothschild ist heute ein Mythos in der Weinbranche und ein Touristenmagnet. Ein Museum wird betrieben, und man kann die Kellerei-Anlagen besichtigen. Selten nur werden die unterirdischen Schatzkammern gezeigt, wo in finsteren Gängen edle Weine aus aller Welt im persönlichen Keller der Baronesse Philippine aufbewahrt werden, dann in einem zweiten Gang fast alle Produkte des Schlosses aus den vergangenen 150 Jahren als Referenz bevorratet werden zu Laborvergleichen, und ein dritter Gang den Austausch-Keller enthält: Weine der 60 besten bordelaiser Weingüter, mit denen Mouton-Rothschild in jedem Jahr nach der Abfüllung jeweils zwei Kisten Wein à 12 Flaschen tauscht.

Eine Besonderheit gegenüber den anderen Châteaux leistet sich Château Mouton Rothschild jedes Jahr aufs Neue: Das Etikett der Flaschen des jeweiligen Jahrgangs wird von einem namhaften Künstler gestaltet.
Abbildungen aller Mouton Weinetiketten finden Sie unter www.haller.net/mouton.html Die Weine Weinwisser No. 09/2006 Sattes Granat, immer noch fast rubine Reflexe darin, sehr jung von der Farbe her. Glutamatnase, Bouillonpaste, Earl Grey, Soyasauce, dahinter aber mit typischer Mouton-Süsse, die sich mit Cassis in roter und blauer Form vermischt, Vanilleschote, ein Hauch getrocknete Kräuter, Orangeat, mineralisch. Saftiger Gaumen, mittelfeine Tannine, zum muskolösen Körper passend, noch sanfte Würzbitternoten im Extrakt, schwarze Beeren, tolle Länge, gebündelte Süsse, von der Luft profitierend und immer besser werdend. Eine Stunde dekantieren. Ein bei Degustationen immer polarisierender Mouton. 18/20 Punkten |
|
 |  |
Weinwisser: 2003: Im Restaurant Gerliswil zu einem Mittagessen aus dem Keller von André Kunz getrunken. Passte sensationell zum Kalbsbäggli mit Kartoffelstock: Dichte, kompakte Farbe. Ein herrliches, vielschichtig süsses Bouquet; viel rote Johannisbeeren und auch erstaunlich laktisch, dezente Ledernoten, Eucalyptus-, Minzespuren, Zimt, aber auch noch viel Cassis, die Frucht wirkt leicht gekocht. Eleganter, eher feiner Gaumen, zarte Tannine, Spitzwegerich, Schwarztee und wiederum Cassis, nur ein Hauch Trockenheit stört die Gerbstoffe im wiederum unendlich süssen, rot- und blaubeerigen Finale, welches von zarten Röstnoten begleitet wird. 18/20 Punkten |
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
|
 |  |
Parker-Wertung: 100 Punkte / Testdatum Mrz 98 After stumbling over some wines I thought were high class Bordeaux, I nailed this wine in one of the blind tastings for this article. In most tastings where a great Bordeaux is inserted with California Cabernets, the Bordeaux comes across as drier, more austere, and not nearly as rich and concentrated (California wines are inevitably frutier and more massive). To put it mildly, the 1986 Mouton-Rothschild held its own (and then some), in a flight that included the Caymus Special Selection, Stag's Leap Wine Cellars Cask 23, Dunn Howell Mountain, and Joseph Phelps Eisele Vineyard. Clearly the youngest looking, most opaque and concentrated wine of the group, it tastes as it has not budged in development since I first tasted it out of barrel in March, 2987. An enormously concentrated, massive Mouton-Rothschild, comparable in quality, but not style, to the 1982, 1959, and 1945, this impeccably made wine is still in its infancy. Interestingly, when I was in Bordeaux several years ago. I had this wine served to me blind from a magnum that had been opened and decanted 48 hours previously. Even then, it still tasted like a barrel sample! I suspect the 1986 Mounton-Rothschild requires a minimum of 15-20 more years of cellaring, it has the potential to last for 50-100 years! Given the outrageously high prices being fetched by so many of the great 1982s and 1990s (and lest I forget, the 1995 Bordeaux futures), it appears this wine might still be one of the "relative bargains" in the fine wine marketplace. I wonder how many readers will be in shape to drink it when it does finally reach full maturity? |
|
 |  |
Wein-Spectator-Wertung: 99 Punkte / Testdatum Juni 2001 Ageless, yet balanced. Black color. Mint, mineral, berry and cherry. Full-bodied, chewy and tight. Long, long finish. A great, great wine. Drink now. |
|
Weinwisser: 2004: Immer noch fast schwarz in der Mitte, jedoch zeigt sich aussen am Rand erstmals ein Hauch eines beginnenden Ziegelrots. Malziges, schwer gewichtiges Bouquet; Oliven, Pumpernickel, Vanilleschoten und getrocknete Heidelbeeren, neu entwickeln sich jetzt erste Terroirnoten und zwar zeigen diese Ähnlichkeiten mit einem grossen La Mission in Form von getrockneten Baumnussschalen und Peru-Balsam. Im Gaumen immer noch fest und jung, die Gerbstoffe zeigen nur ganz sanft erste Rundungen, bleiben aber darunter noch unentwickelt. Nur ein langes Dekantieren hebt ihn in eine erste Genussphase. Warten, ist aber noch besser. Unzerstörbares Potential. 20/20 Punkten |
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
|
Parker-Wertung: 90 Punkte / Testdatum Nov 96 The 1989 Mouton-Rothschild is the superior wine, but in no sense is this a compelling wine if compared to the Moutons produces in 1995, 1986, and 1982. The 1989 displays a dark ruby color that is already beginning to reveal significant lightening at the edge. The bouquet is surprisingly evolved, offering up scents of cedar, sweet black fruits, lead pencil, and toasty oak. This elegant, medium-bodied restrained wine is beautifully made, stylish, and not dissimilar to the 1985. It is an excellent to outstanding outon that should be close to full maturity in 4-5 years. It will drink well for 15-20 years. |
|
Wein-Spectator-Wertung: 98 Punkte / Testdatum Juni 2001 Black color. Toasted oak, mint and very ripe berry and cherry. Full-bodied, with soft tannins and lovely, ripe fruit. Cassis finish. Always a classic. Drink now. 25,000 cases made. |
|
Weinwisser: 2004: Mittleres Granat; fein bräunlicher Schimmer. Fleischiges Bouquet, Glutamatspuren, feinschichtig, delikat mit einer parfümierten, sehr toastigen Süsse ausgestattet; Kandisnoten, Vanilleschoten und frisch gebackenes Schwarzbrot. Ein Elixier im Gaumen, fein, aber auch eher leicht von der Körperstatur her. Es fehlt ihm irgendwie die effektive Grösse und er gleicht das mit seinem Sex-Appeal wieder aus. Diese Flasche bot für einen kurzen Moment 18/20 Punkte! Kann er also noch zulegen? 17/20 Punkten |
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
|
 |  |
Parker-Wertung: 87 Punkte / Testdatum 03/98 Der 1990er ist ein harter, schmalbrüstiger, karger, strenger Mouton, der meiner Meinung nach niemals so viel Tannin abwerfen wird, daß er vollkommene Harmonie und Ausgewogenheit erlangt. Tief rubinrote Farbe, eine nicht mehr so deutlich wie vor 2 bis 3 Jahren spürbare Eichenholznote, eine Spur reife Frucht schwarzer Johannisbeeren und ein gedämpfter , kantiger, strenger Stil, der untypisch für das Château wie für den Jahrgang 1990 ist, kennzeichnet diesen Wein. Er braucht mindestens noch 10 bis 15 Jahre Kellerreife, doch ein ausgewogener Mouton ist nicht zu erwarten, wenn sich das Tannin einmal mildert - die nötige Konzentration fehlt. Im Kontext eines großartigen Jahrgangs ist der 1990er Mouton eine Enttäuschung, das mußte auch die Baronesse zugeben, als wir ihn in Bordeaux zum Diner tranken. Voraussichtliche Genußreife: 2006 bis 2020. |
|
 |  |
Wein-Spectator-Wertung: 97 Punkte / Testdatum Juni 2001 Black red. Coffee, cigar box and chocolate aromas. Full-bodied, yet harmonious, with a lovely, silky texture. A caressing and rich wine. Gorgeous. I have underrated this in the past. Best after 2005. 25,000 cases made. |
|
Weinwisser: 2004: Eine Magnum zeigte sich wieder mit diesen eher fleischigen Soja-, Wildbretnoten und faisandiert. Im Gaumen mittelgewichtig, aber mit einer versöhnlichen Mouton-Süsse versehen. Ergo gibt es auch bei Magnums, die von mir oft zitierten unterschiedlichen Qualitäten, wobei auch die schlechteren Varianten immer besser werden, weil das Potential noch für bessere Zeiten ausreicht. Die besten Flaschen: 19/20 Punkten |
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
|
| 1993 Château Mouton Rothschild |  | |
| Premier Grand Cru Classé Pauillac A.C. Schlossabzug |
 | | Art: rot |  | | Robert Parker: 90 Punkte |  | | WineSpectator: 90 Punkte |
|
| 1993 Château Mouton Rothschild | | 0,75l Flasche | | € 230,00 |
 |  |
Parker-Wertung: 90 Punkte / Testdatum 01/97 Dieser wunderschön ausgefeilte Wein dürfte als Schlager seines Jahrganges gelten. Er präsentiert sich in dunklem Purpurrot, hinzu kommt ein süßes Bukett von pain grillé, gerösteten Nüssen und Cassis, das sich gerade erst zu erschließen beginnt. Im Mund hat der Wein vielleicht nicht ganz so viel Volumen und Körper vorzuweisen wie der 1990er oder 1989er, aber die Frucht hat mehr Fülle, der Wein selbst mehr Süße , Reife und Reintönigkeit, dazu mittleren Körper und hervorragendes Gleichgewicht. Der moderat tanninherbe, konturenscharfe, überraschend reichhaltige 1993er ist imstande, sich noch 15 bis 20 Jahre weiterzuentfalten. Zu beachten ist noch, daß dieser Wein unter zwei Etiketten auftritt. Das Originaletikett mit einem zarten, unprovokativen jugendlichen Akt von Balthus wurde auf Proteste amerikanischer Neopuritaner hin fallengelassen. Was dabei herausgekommen ist, sind natürlich Spekulationen mit dem Originaletikett: Es bringt einen Preisunterschied von 50$ gegenüber dem leeren crèmeweißen Etikett, das "offiziell" auf allen nach Amerika exportierten Flaschen mit 1993er Mouton-Rothschild prangt. |
|
 |  |
Wein-Spectator-Wertung: 90 Punkte / Testdatum 31.1.96 Mouton comes through again. Impressive '93, deep in color and full-bodied, boasting plenty of currant, black cherry, mint and toast character. Well crafted, showing depth for this vintage. Give the tannins some time to mellow. Try in 2000. |
|
Weinwisser: 2003: Mitteldunkles Granat mit rubinen und violetten Reflexen, feiner Wasserrand aussen. Warmes, süsses, fettes Bouquet; viel Pflaumen und süsse Edelhölzer sowie die überschwenglichen Mouton-Röstnoten. Im Gaumen ein fast molliger, cremiger Wein mit samtener Textur und rauchigem Black Currant-Finale. Jetzt eine kleine Sensation und wird sicherlich die nächsten fünf Jahre eine erotische Pauillac-Droge bleiben. Ein würdiger Nachfolger für jene, die den 87er jetzt ausgetrunken haben und ihm eine kleine Weinträne nachweinen. 18/20 Punkten |
|
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
Parker-Wertung: 91+ Punkte / Testdatum Jan 97 Der 1994er scheint der feinste Mouton-Rothschild seit dem 1986er und bis zum 1995er zu sein. Er zeigt dichtes, sattes purpurrot, dazu klassische Mouton-Aromen von süßer schwarzer Frucht, vermischt mit Rauch, pain grillé, Gewürz und Zedernholz. Mittlerer bis voller Körper, hervorragende Konzentration, vielschichtige Art, reichliches Tannin und volle, konzentrierte Frucht kennzeichnen diesen Wein, der viel Ähnlichkeit mit dem feinen 1988er aufweist. Übrigens hat der holländische Künstler Appel ein prachtvolles Etikett für den 1994er geschaffen. Voraussichtliche Genußreife: 2005 bis 2025. |
|
Wein-Spectator-Wertung: 91 Punkte / Testdatum 31.01.97 Dark-colored, with intense aromas of blackberries, tar and spice, and toasted oak notes as well. Full-bodied, with very silky tannins and a chewy, ripe fruit-accented finish. An impressive Mouton. Better in 1999. |
|
Weinwisser: 2003: Trotzdem er sich schon recht offen zeigt, ist er im Moment in einer leicht reduktiven Phase: Rahmiges, ausladendes Bouquet; Palisander, Trüffel und eine erdige Süsse darin, alles vermischt mit den typischen Mouton-Röstaromen. Im Gaumen viel primäre Frucht, Waldhimbeeren, Kirschen und ein kräftiges, gut begleitendes Tannin-Säure-Gerüst, dunkles Mocca im Finale. Man könnte ihn zwei Stunden dekantieren, aber man sollte eigentlich besser noch fünf Jahre warten. Ein Jahr später aus der Impéraleflasche an Klaus Binders Geburtstag: Wow war das eine Wucht, an einem prallen Glas zu riechen und dann einen hemmungslosen, grossen Schluck zu nehmen! 19/20 Punkten |
|
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
 |  |
Parker-Wertung: 94 Punkte / Testdatum Apr 99 This estate's staff believes that the 1996 Mouton-Rothschild is far more complex than the 1995, but less massive. I agree that among the first-growths, this wine is showing surprising forwardness and complexity in its aromatics. It possesses an exuberant, flamboyant bouquet of roasted coffee, cassis, smoky oak, and soy sauce. The impressive 1996 Mouton-Rothschild offers impressive aromas of black currants, framboise, coffee, and new saddle leather. This full-bodied, ripe, rich, concentrated, superbly balanced wine is paradoxical in the sense that the aromatics suggest a far more evolved wine than the flavors reveal. Anticipated maturity: 2007-2030. By the way, the 1996 blend was identical to the 1995 - 72% Cabernet Savignon, 20% Merlot, and 8% Cabenet Franc. |
|
 |  |
Wein-Spectator-Wertung: 94 Punkte / Testdatum 31.01.99 Gorgeous aromas pf spices, berries, chocolate and raspberries introduce this pedigreed bottling. A glorious young wine that gets better and better as you taste it, it's full-bodied and incredibly silky, with super-integrated tannins and a long, long aftertaste. At it's best after 2004. |
|
 |  |
Weinwisser 2007 Immer noch mit sehr tiefer Farbe, Granat-Lila, keine Reifetöne. Würzige Nase, süss, viel Rösttöne, Cassis und Mokka. Im Gaumen erstaunlich zugänglich, fette, rollende Tannine, sich im blau- bis schwarzbeerigen Bereich abspielende Aromatik, gebündeltes Finale, wieder mit klassischer, berauschender Mouton-Süsse-Cabernet-Erotik pur.
Weinwisser, 25.02.05 Tiefes, dunkles Granat, immer noch mit einem bläulichen Schimmer. Unbändig süsses Bouquet, rahmige Karamellnoten, verschwenderisch viele Cassistöne, Mandelgebäck, Orangeatnoten, Napolitaine-Konfekt. Im Gaumen sich fortsetzende süsse Fruchtaromatik, sehr gebündelt, mit enormen Druck im Finale, im Moment aufgrund der offenen Aromatik äusserst attraktiv und sexy. |
|
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
Wein-Spectator-Wertung: 90 Punkte / Testdatum 31.01.2001 Cigar tobacco, cedar and red fruit aromas. Medium- to full-bodied, with silky tannins and a delicate finish. Elegant, seductive Mouton. Best after 2006. |
|
| Weinwisser, 22.Okt.2002 Sehr dunkle Farbe, schwarze Reflexe, feiner Granatrand. In der Nase nobles, ausladendes Cassis-, Brombeer- und Edelholzbouquet, zart füllige Kandisnote, viel Süsse und Harmonie. Im Gaumen saftig, Stoff, Maulbeeren und Teenoten, seidige Tannine, viel Süsse ausstrahlend, langes und erhabenes Finale, Eleganz und Klasse zeigend. |
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
|
Parker-Wertung: 93 Punkte / Testdatum 30.04.02 Mouton's 1999 (78% Cabernet Sauvignon, 18% Merlot, and 4% Cabernet Franc) represents 60% of the total production. Ten percent went into the second wine, and the balance was sold off. The beautiful 1999 Mouton Rothschild may be a modern day clone of their 1962 or 1985. Its saturated ruby/purple color is followed by sumptuous aromas of cedar wood, crème de cassis, wood smoke, coffee, and dried herbs. Forward, lush, and full-bodied, it is already complex as well as succulent, fleshy, and long. Tannin in the finish suggests more nuances will emerge in 4-5 years. It is a complex, classic Mouton. Anticipated maturity: 2005 - 2030. |
|
Wein-Spectator-Wertung: 90 Punkte / Testdatum 31.März 2002 Blackberry and spice aromas follow through to a medium to full-bodied palate, with fine tannins and roasted, almost exotic friut character on the finish. Lovely Mouton. Best after 2003. |
|
Weinwisser September 2007: 17/20 Punkte Aufhellendes Granat, leuchtend, relativ grosser Rand. Reifes Bouquet, Cassis, Röstnoten, Karamell, feine, erfrischende Kräutertöne, verspielt. Saftiger, süffiger Gaumen, etwas leicht, dafür aber recht cremig, im Innern noch sanft kernig, viel mehr Fülle als Fleisch, deshalb momentan etwas bluffig. |
|
| Mondo, Mai/Juni 2002 Herrlich konzentriert im Bouquet, viel Frucht, Gewürznoten und Toast, wunderschön elegant dann im Mund, viel süße Frucht, faszinierend klar, viel Finesse, herrlich harmonisch und lang, Struktur, sehr nachhaltig, besticht durch seine Eleganz. 94 Punkte |
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
|
 |  |
Parker-Wertung: 97+ Punkte / Testdatum Ausgabe 23.04.2003 As I predicted in my first report on the millenium vintage (April, 2001), Philippine de Rothschild could be expected to do something special with her presentation of 2000. She has exceeded everyone's expectations with a work of art. Those who have seen the extraordinary packaging of the 2000 Mouton Rothschild must certainly realize this is a brillant achievement. The bottle is extraordinary, and likely to have nearly as much value empty as full! Her genius is obvious, but it's what's inside that counts! The 2000 Mouton Rothschild is at its best with about 24-48 hours of decanting. A blend of 86 % Cabernet Sauvignon and 14 % Merlot, the wine offers a saturated ruby/purple color in addidion to reticent but promising aromas of toast, coffee, licorice, crème de cassis, and roasted nuts. Dense, chewy, and backward, with tremendous purity and density in addition to obvious toasty oak, it is full-bodied, powerful, tannic, and backward. Twenty-four to 48 hours of aeration only hints at its ultimate potential. This blockbuster will be exceptionally long-lived. It is not as expressive as the other first-growth Médocs, but give it time. Anticipated maturity: 2015-2050+. |
|
 |  |
Weinwisser: Man merkt das immense Jahrhundertwein-Potential, aber im Vergleich zu anderen 2000er Premiers ist er momentan nicht auf der Winnerseite. Und wenn er im Augenblick 19/20 Punkte von mir bekommt, so ist das eine durchaus erklärbare, natürliche Evolution. Auch 100-Meter-Spitzenläufer sprinten diese Distanz nicht jeden Tag unter 10 Sekunden. 19/20 Punkten |
|

Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
|
Parker-Wertung: 89+? Punkte / Testdatum 30.06.04, 153 A blend of 86% Cabernet Sauvignon, 12% Merlot, and 2% Cabernet Franc, the opaque purple-colored, chunky 2001 Mouton-Rothschild does not possess the finesse and stature often achieved by this first-growth. It offers a tell-tale cassis-scented nose, and a monolithic, medium to full-bodied style with relatively high, austere tannin in the finish (a characteristics I also noticed in cask). A dry, angular, backward effort for the vintage, it should be forgotten for at least a decade. Let's hope the fruit continues to expand and sweeten, but that`s no sure thing. Anticipated maturity: 2013-2025+. |
|
Wein-Spectator-Wertung: 94 Punkte / Testdatum 31. März 2004, Ausgabe 13 Very smoky, with berry, coffee, tobacco aromas. Full-bodied, with polished tannins, plenty of fruit and a cedary aftertaste. |
|
Weinwisser No. 10/2006 Dunkles Granat, satt in der Mitte. Trockenes Bouquet, viel Mocca und Rauch, Dörrfrüchte, Mahagoni, Teer, dunkles Malz in Form von Guiness-Spuren. Im Gaumen sich fortsetzende Trockenheit, Adstringenz vermischt sich mit einem massiven Zungenbeschlag in Form dieser körnigesn Gerbstoffe. Von der Kraft her ein Weinmonster, für einen Premier Cru fehlen aber (momentan) die nötigen Finessen. Total verschlossen, auch dekantieren nützt nichts, also in Ruhe lassen. Dann kann der Wein wieder einen Punkt zulegen. 17/20 Punkten |
|
 |  |
| Weinwisser: 2004: Sehr dichte Farbe; sattes Purpur mit rubin-violettem Rand. Intensives, süsses Bouquet; komplex mit einer feinen Butternote, geröstete Nüsse, Toastbrot, heller Kaffee, Cassis. Im Gaumen eine traumhafte, nonchalante, süsse Cabernet-Note zeigend, Vanillin, exotische Hölzer und Dörrfrüchte, enorm konzentriert, was sich im gebündelten Extrakt widerspiegelt, druckvolles Finale, das sehr lange nachklingt. In zehn Jahren wird er ein sehr erotisches Pauillac-Erlebnis darstellen. 18/20 Punkten |
|
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
Wein-Spectator-Wertung: 91 Punkte / Testdatum 31.05.2005 Complex aromas of tobacco, cedar, berry and currants. Full-bodied, with a solid core of fruit and ripe tannins. Not as good as a barrel sample tasted earlier, but still outstanding for the vintage. Best after 2009. |
|
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
| 2004 Château Mouton-Rothschild |  | |
| Premier Grand Cru Classe Pauillac A.C. Klassifiziertes Hochgewächs |
 | | Art: rot |  | | Trinktemperatur: 16-18 °C |  | | Trinken bis: 2011-2024 |
|
<><><><><><><><><><><> | 2004 Château Mouton-Rothschild | | 0,75l Flasche | | € 295,00 | | 2004 Château Mouton-Rothschild | | 1,5l Flasche | | € 620,00 |
Hier können Sie den Wein direkt bestellen: 
|