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Weingut Ökonomierat Rebholz - Siebeldingen

„Für Hansjörg Rebholz ist der Respekt vor der Natur die Quelle all dessen, was einen Wein ausmacht.” (Stuart Pigott)

 

Weingut Ökonomierat Rebholz
Ein sympathisches Paar: Hansjörg Rebholz
mit seiner Frau Birgit

Das Weingut liegt in der Gemeinde Siebeldingen (Bereich Südliche Weinstraße) im deutschen Anbaugebiet Pfalz. Eduard Rebholz und sein Sohn Hans gelten in der Südpfalz als Qualitäts-Pioniere für durchgegorene, trockene Weine. Seit 1978 ist in dritter Generation Hansjörg Rebholz mit seiner Frau Birgit verantwortlich. Die Weinberge umfassen 14 Hektar Rebfläche in den Lagen Kastanienbusch (Gemeinde Birkweiler), Im Sonnenschein und Rosenberg (Siebeldingen), sowie Münzberg (Godramstein). Sie sind mit Riesling (35%), Spätburgunder, Weißburgunder, Grauburgunder und Chardonnay (insgesamt 50%), sowie Gewürztraminer, Muskateller, Silvaner, Müller-Thurgau und Sauvignon Blanc bestockt. Seit 1989 werden die besten weißen und roten Burgunderweine in Barriques ausgebaut und ohne Lagenangabe unter der Bezeichnung „R“ vermarktet. Zu den Premiumweinen zählen die Großen Gewächse Riesling, Spätburgunder und Weißburgunder aus der Lage „Im Sonnenschein“. Es werden auch Tresterbrände und Sekt produziert. Das Weingut ist Mitglied beim VDP (Verband deutscher Prädikats- und Qualitäts-Weingüter).


Familienweingut

Die Winzerfamilie Birgit und Hansjörg Rebholz, im Bild mit ihren Kindern Hans, Valentin und Helene, hat hier in Siebeldingen ihr Zuhause.

Wir führen, als derzeitige Hofherren eine Familiengeschichte fort, die weit ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Alle Rebhölzer vor uns hatten, wie könnte es bei dem Namen und dem Standort im Süden der Pfalz auch anders sein, immer auch mit Wein zu tun. Seit drei Generationen aber konzentrierte man sich im stattlichen Haus an der Weinstraße ganz und gar auf den Weinbau. Mit bemerkenswerten Folgen. In diesen Jahren wurde ein hauseigener Weintyp entwickelt und gepflegt. Einer der anfangs eher provozierte, später aber unserem Hause Anerkennung und Erfolg brachte. Gerade seinetwegen zählen wir seit Jahren zu den besten Adressen in der Republik. «Typisch Rebholz» ist ein häufiger Kommentar zu unseren Weinen.


Die Idee vom Natur-Wein

Der Typ Rebholz kam als Idee in die Welt. Sie reifte im Kopf von Eduard Rebholz (1889-1966) heran, der als «Ökonomierat» noch viel von sich reden machen sollte. Der studierte Forstmann nämlich nahm entschieden Anstoß am Weingeschmack jener Jahre. Den bodenlos denaturierten, künstlich gesüßten Tropfen seiner Zeit setzte er seine Idee vom «Naturwein» entgegen. Um der wahren Natur der Weine auf den Grund zu kommen, experimentierte und probierte der Naturwissenschaftler Zeit seines Lebens. Dabei kam ausnahmslos alles auf den Prüfstand: Das Klima war besser einzuschätzen, die Böden waren zu erforschen und die idealen Pflanzenpartner zu finden, der rechte Lesezeitraum war neu zu bestimmen und die gängige Methode der Vinifizierung durch ein eigenes, strenges Regelwerk zu ersetzen. Und nicht zuletzt waren wissenschaftliche Erkenntnissse und die praktischen Erfahrungen von Winzern anderer Regionen mit in die eigenen Überlegungen einzubeziehen.



Terroir

Wir bewirtschaften heute 15 Hektar Weinland. Die Natur kommt uns entgegen. Denn das Terroir bietet eine breite Palette herausragender, sehr unterschiedlicher Böden und Lagen. Darunter die Spitzenlagen «Im Sonnenschein» und «Kastanienbusch».


Der «Kastanienbusch» in Birkweiler

Der Kastanienbusch ist eine der bekanntesten Einzellagen an der Südlichen Weinstraße. Der Name kommt von den vielen hier wachsenden Esskastanienbäumen, die hier im milden Klima der Pfalz prächtig gedeihen.

Vor Generationen erkannte man den Wert dieser Lage, der auf sein spezielles Kleinklima und die unterschiedlichen Böden zurückzuführen ist. Nach Westen in Richtung Pfälzer Wald durch einen Höhenzug vor kalten Winden geschützt, liegt der Kastanienbusch in einem natürlichen Talkessel. Seine Hangneigung reicht von Süd bis Südost. Die Weinberge ziehen bis über 300 m über NN.

Da es sich an dieser Stelle um eine der höchsten geologischen Hebungen des Pfälzer Waldes handelt, sind die Bodenverhältnisse sehr verschieden. Der Boden der Spätburgunder-Parzelle besteht aus Buntsandstein-Verwitterungsprodukten mit Kalkmergeleinlagerungen im Untergrund, der idealen Voraussetzung zur Erzeugung großer Burgunder.

Der Rebholz-Riesling wächst auf dem „rotem Schiefer“ der Oberrotliegendenzeit, ein Boden, der in der Pfalz nur im Kastanienbusch zu finden ist.

Siebeldinger «Im Sonnenschein»

Die meisten Weinberge entlang des Haardtrandes, dem Übergang von Rheinebene zu Pfälzer Wald, wurden durch den von Süden nach Norden verlaufenden Rheingraben als Osthänge geformt. Im Queichtal, das aus dem Pfälzer Wald ins Rheintal führt, gibt es dagegen auch Südhänge.

Die «Siebeldinger Sommerseite» hat die Lagenbezeichnung «Im Sonnenschein». Die Weinberge liegen 160 bis 225 m über NN und haben 5 bis 20% Hangneigung. Die Riesling- Parzelle war als «Siebeldinger Ganshorn» vor der Wein-Gesetzänderung 1971 für Spitzen-Rieslinge bekannt.
Die Burgunderlagen wurden früher als «Siebeldinger Berg» bezeichnet. Durch die Senkung und die Verwerfungen des Rheingrabens und die starke Hebung des Pfälzer Waldes treten im Gebiet um Siebeldingen ganz alte und tiefliegende geologische Formationen zu Tage.

Die Böden in der Lage «Im Sonnenschein» sind deshalb sehr unterschiedlich. Die Burgunder-Parzellen haben Muschelkalkboden, der in der Zeit des Trias vor 220 Millionen Jahren entstanden ist.
Die Kalksteine sind marine Sedimente, in denen man immer wieder Versteinerungen von Meeresflora und -fauna findet. Kalkboden ist eine Voraussetzung für alle großen Burgunder der Welt.

Dagegen ist der Boden der Riesling- Parzelle geologisch betrachtet recht jung. Er wurde in der Zeit des Pleistozän vor etwa 1 Million Jahren gebildet.
Die Queich transportierte in Folge der Eiszeiten gewaltige Mengen an Schotter aus dem Pfälzer Wald, die sich an den Hängen ablagerten.

Die Mischung aus Sand und Sandstein aus dem Buntsandstein des Pfälzer Waldes, Kies und Lehm ist ein idealer Boden für Rieslingreben.





Anerkennungen und Erfolge

Gault Millau:
„…Seit 1998 bringt er Jahr für Jahr zuverlässig Weine auf die Flasche, die unsere Hochachtung verdienen. Nicht nur bei den roten und weißen Burgundersorten, der großen Stärke der Südpfalz, hat er sich in die deutsche Spitze vorgearbeitet. Seine markanten, trockenen Rieslinge- in den Jahren mit ausreichend Regen vom Kastanienbusch, in den anderen aus dem Sonnenschein- gehören zu den besten Deutschlands. Spezialitäten wie Gewürztraminer und Muskateller gelingen von Kabinett bis Auslese mit einer Frische und Individualität, die Jahr für Jahr beeindrucken. In jedem Jahrgang seit 1998 gehörten seine trockene Weine zu den feinsten, die in Deutschland erzeugt wurden….“

Eichelmann:
„….Seit Ende der achtziger Jahre kenne ich nun die Weine von Rebholz: kein anderer im Süden der Pfalz hat sich so kontinuierlich Jahr für Jahr gesteigert wie Hansjörg Rebholz. …
Unter den Weißweinen war der Riesling aus dem Kastanienbusch mein Favorit, aber auch Weißburgunder und „Pi No“ hatten mich begeistert.

Stuart Pigott, kleiner genialer Weinführer 2007:
„ …Der leicht gebräunte Geschmack des „Im Sonnenschein“ beweist, dass dieser Name keine Angeberei ist; der „Kastanienbusch“ wirkt wie eine Duftessenz aus dem ersten Frühling und dem ersten Sommer nach der Eiszeit…“

Vinum: Mai 2007
„…Hansjörg Rebholz verdanken wir ganz was anderes. Zum einen eine breite Palette an Spitzenweinen. Und ein klein wenig gewiss auch die Tatsache, dass der trockene deutsche Wein derzeit weltweit wieder hohes Ansehen genießt. Denn Hansjörg Rebholz war immer- wie bereits sein Vater und Großvater- Partisan. Partisan im Schoppengebiet….“

Decanter: Februar 2006
„…Hansjörg Rebholz believes less is more. The lable for his finest wine indicates the bare minimum…. Such reasoning has made Rebholz a leader among Pfalz wine growers. And since the mid- 1990´s, he and like- minded neighbours have led a campaign to resurrect widespread recognition of – and respect for- their best vineyards…”

Veranstaltungen

100 Jahre Spitzenweine in der Pfalz

Vorschau auf das Jubiläumsjahr und alle Highlights unter  www.vdp-pfalz.de


12. bis 14.September 2008 Hoffest im Weingut

Freitag, 12.September:
19 Uhr Eröffnung unseres Hoffestes mit einem Konzert von Stuttgart Radio Brass (Die Blechbläser des Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR). Danach Stationenweinprobe mit Weinen aus unserem Raritätenkeller und kulinarischen Köstlichkeiten.

Anmeldung hierfür unbedingt erforderlich aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl.

Samstag, 13. September:
14- 19 Uhr Verkostung der aktuellen Weine des Jahrgangs 2007 und Weinbergsrundgang.

Sonntag, 14. September:
Ab 11 Uhr Verkostung der aktuellen Weine des Jahrgangs 2007 und Weinbergsrundgang.

Infos und Anmeldung unter 06345/3439




13. kulinarische Weinbergswanderung am 21. September 2008

In Mitten der Weinberge ausgefallene kulinarische Köstlichkeiten und Siebeldinger Weine
geniessen.


Weingut Ökonomierat Rebholz
Blick auf eine der magischen Lagen der Pfalz, den Kastanienbusch

Die Weine

Ökonomierat Rebholz Weisser Burgunder Kabinett 2007 trocken

Weißwein Ökonomierat Rebholz Weisser Burgunder Kabinett 2007

Feinwürziger, mineralischer Zitrus-Apfelduft. Klare, feinsaftige Frucht, trocken und würzig. Lebendige Säure, feste Mineralik am Gaumen, sehr ausgewogen und elegant nachhaltig. Klarer Abgang, würzige Länge.

11,99 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand


Ökonomierat Rebholz Riesling Kabinett 2006 trocken


Kühler mineralischer Pfirsichduft. Schlank und sehr kühl im Mund, zartsaftige Frucht, würzige Stachelbeeren. Sehr feine rassige Säure, mineralische Noten im Hintergrund. Recht gute Struktur, geradlinig, im Abgang wieder leicht mineralisch.

12,99 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand


Ökonomierat Rebholz Riesling Spätlese ´Buntsandstein´ 2006 trocken


Feingliedriger Zitrus-Pfirsichduft mit kühler Mineralik. Kühl und geradlinig im Mund, absolut reintönige Frucht. Sehr feine Säure, gute Dichte und Präsenz, am Gaumen griffige mineralische Würze. Fest gewirkt, sehr gute Balance, nachhaltig und mit guter Tiefe. Eleganter Stil, wirkt schlanker als er ist. Langer mineralischer Abgang.

19,99 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand

Ökonomierat Rebholz Grauer Burgunder Spätlese 2006 trocken


Komplexer und kühler Duft, mineralisch mit Apfel- und Zitrustönen, sowie etwas Honigmelone. Bei aller Kraft eher feingliedrig im Mund. Trocken und zupackend, sehr individuell. Reife Früchte nach Äpfeln, Birnen und etwas Ananas. Elegante Säure, mineralisches Rückgrat, sehr rund und elegant. Langer, mineralisch-würziger und fruchtiger Nachhall.

19,99 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand


Rotwein Ökonomierat Rebholz Spätburgunder Spätlese ´Tradition´ 2004 trocken


Warmer Duft nach rauchigen reifen Beeren, etwas Mineralität. Guter Saft und elegante Erscheinung. Im Mund Johannisbeeren- und Granatapfel-Aromen, viel reife Würze, Tabak. Reife Säure, leichte süßliche Frucht, tolle Balance, eien Spur Tannin, versprüht Wärme im Mund. Fruchtbetonter Nachhall.

21,49 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand