Weingut Robert Weil
Mühlberg 5
65399 Kiedrich
Anbaugebiet: Rheingau
Telefon: +49 6123 2308
Telefax: +49 6123 1546
Internet: www.weingut-robert-weil.com
Inhaber: Wilhelm Weil (Gutsdirektor), Suntory
Verwalter: Clemens Schmitt, Weinbergsverwalter
Geschäftsfuehrer: Wilhelm Weil
Kellermeister: Michael Thrien & Christian Engel & Stefan Bieber
Bewirtschaftete Anbaufläche: 65.00 ha
Besucherinformation:
Verkauf: Martina Weil, Dirk Cannova, Jochen Becker-Köhn, Thomas Chaffin. Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8.00-17.30, Sa. 10.00-16.00, So. 11.00-17.00 ganzjährig.
Seit vier Generationen werden auf Weingut Robert Weil Reben angebaut. Bei der Gründung des Weingutes in Kiedrich im Jahre 1875 waren eine Reihe von Zufällen hilfreich. Der Gründer des Weingutes, Dr. Robert Weil, Professor für Deutsch an der Sorbonne in Paris, musste im Vorfeld des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 Frankreich verlassen. Er ließ sich zunächst in Rheingauer Nähe, in Wiesbaden, nieder und arbeitete journalistisch.
Schon im Jahre 1876 hatte Dr. Robert Weil einen kleinen Weinbergsanteil in Kiedrich erworben, und so nutzte er im Jahre 1875 die Chance, sich endgültig in Kiedrich niederzulassen, in dem er das Wohnhaus des verstorbenen englischen Baronets Sir John Sutton erwarb. Aus einer sehr begüterten, altadligen Familie aus der Grafschaft Lincolnshire stammend, war Sutton 1857 nach Kiedrich gekommen.
Das Weingut bewirtschaftet heute 65 ha Weinberge, die mit absoluter Präferenz mit der Rebsorte Riesling (98%) und mit einem kleinen Anteil Pinot Noir (2%) bepflanzt sind. Weingut Robert Weil wird heute in der vierten Generation durch Wilhelm Weil, dem Urenkel des Gründers Dr. Robert Weil, geleitet.Im Jahre 1988 wurde das Weingut von Robert Weil an den japanischen Getränke-Konzern Suntory verkauft und sein Sohn Wilhelm als Gutsdirektor eingesetzt. Konsequent wird wie seit den Tagen der Gründung des Weingutes der Weg absoluter Qualitätsansprüche an Weinberg und Keller fortgesetzt.
Besonders die edelsüßen Spitzenweine werden zu Höchstpreisen gehandelt, sie zählen zu den teuersten weltweit. Den aktuellen Weltrekord hält mit DM 5.000 die 1999er Trockenbeerenauslese (Stand 2006).
Mit seinen Gebäuden, wie dem historischen Gutshaus und den neuen Kellereigebäuden, und seiner umgebenden Gartenlandschaft steht Weingut Robert Weil schon im Äußeren für eine Symbiose aus bewahrter Tradition und neu aufgenommenen modernen Elementen. Die gleiche Verknüpfung ist der oberste Maßstab, den Weingut Robert Weil an seine Philosophie der Weinbereitung stellt.
Kiedricher Gräfenberg
Größe: 10,5 ha
Steilheit: Bis zu 50 %
Boden:steinig-grusigen Phylliten mit Lösslehmbeimengungen
Hohes Ansehen genoss der "Berg der Grafen" als alleiniger Weinberg für die adligen Geschlechter, die in Kiedrich angesiedelt waren, seit seiner ersten Erwähnung im 12. Jahrhundert. Schon 1765 und auch 1865 ordnet die frühe Weinliteratur den "Gräfenberg" in den Rangfolgen der Rheingauer Lagen in die erste Reihe ein.
Ein Gräfenberg-Riesling aus dem Jahre 1893 machte das Weingut Robert Weil über die Grenzen hinaus bekannt. Die Auslese aus dem "Kiedricher Berg" wurde damals an viele Kaiser- und Königshäuser Europas geliefert. So kaufte im Jahre 1900 das Wiener Hofwirtschaftsamt 800 Flaschen dieses Weines für einen Flaschenpreis von 16 Goldmark. Dies war ein für die damaligen Kaufkraftverhältnisse berauschender Preis. Riesling-Weine vom Rhein waren zu dieser Zeit die teuersten Gewächse der Weinwelt. Es waren die Jahre höchster weltweiter Reputation des Rieslings, der zu unserer Zeit wieder eine Renaissance dieses Images erlebt.
In der Schatzkammer, in der die Spitzenweine des Weingutes Robert Weil lagern, reihen sich die großen Jahrgänge zurück bis zu jener legendären Auslese aus dem Jahre 1893.
Der Jahrgang 1920 der Kiedricher Gräfenberg Trockenbeerenauslese wird als Zeppelinwein bezeichnet, weil er bei der Weltumrundung 1929 an Bord des Luftschiffes LZ 127 „Graf Zeppelin“ war.
Die Weine