Die Weinfunatiker-Wir haben Spaß am Wein

Weingut Keller

Bahnhofstraße 1
67592 Flörsheim-Dalsheim

Anbaugebiet: Rheinhessen
Bereich: Wonnegau

Telefon: +49 6243 456
Telefax: +49 6243 6686

Internet: www.keller-wein.de


Inhaber: KP Keller
Kellermeister: Klaus & Klaus Peter Keller


Bewirtschaftete Anbaufläche: 16.50 ha

Besucherinformation:
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 8.00-12.00 und 13.00-18.00 Uhr; Sa: 8.00-12.00 und 13.00-16.30 Uhr, nach Voranmeldung.


 Das Weingut liegt in der Gemeinde Flörsheim-Dalsheim im Anbaugebiet Rheinhessen.

Kein deutsches Gut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft und in den vinologischen Olymp erhoben wie „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller”, so die einzigartige Auszeichnung eines großen Lebenswerks durch den „Gault Millau”. Unter den schier unzähligen weiteren Elogen möchte ich hier nur eine besonders hervorheben: Auf der ‚Vin Italy’ 2002 erhielten die Kellers als bisher einziger deutscher Erzeuger den begehrten „International Award”, mit dem nur eine sehr kleine Elite absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) geehrt worden ist.

Die Ursprünge des Geschlechts Keller gehen zurück in die Schweiz. Als Johann Leonhard Keller 1789, getrieben von den Unruhen der französischen Revolution, seine Heimat verlässt, kauft er in Dalsheim ein Haus in Nähe der Kirche und beginnt sich mit Landwirtschaft und Weinbau auseinander zu setzten. Seine guten Beziehungen zum Klerus ermöglichen ihm kurze Zeit später den Erwerb des sich in Stiftsbesitz befindlichen Dalsheimer Oberen Hubackers

 

Das Gut wird von Klaus Keller und seinem Sohn Klaus Peter geführt.

Die Weinberge umfassen 12,5 Hektar Rebfläche in den Einzellagen Bürgel und Hubacker (Dalsheim), Silberberg (Monsheim), sowie Kirchspiel und Morstein (Westhiofen). Es werden die Sorten Riesling (5,5 ha), Weißburgunder (1 ha), Grauburgunder (1 ha), Silvaner (1 ha), Spätburgunder (1 ha), Rieslaner, Huxelrebe, Dornfelder und noch einige andere kultiviert. Sowohl im Weingarten wie im Keller wird nach rigorosen Qualitäts-Kriterien gearbeitet. Seit dem Jahrgang 2000 wird von den beiden Paradelagen Hubacker und Bürgel ein Grosses Gewächs Rheinhessen produziert.

Dalsheimer Hubacker

Die Entstehung dieses Lagenamens geht auf das Dalsheimer Seelenbuch von 1490 zurück, in dem 5 Mausi (= Entlohnung laut Urkunde von 1141) identisch mit 5 Huffen sind. Aus dem Begriff Huffen wurde im Lauf der Zeit Huben, eine Maßeinheit für ein Stück Land bestimmter Größe. Heute umfasst die Lage Dalsheimer Hubacker 35 ha; der 25 bis 30 Prozent süd-ost exponierte Obere Hubacker ist nach wie vor im Alleinbesitz der Kellers und zu 95 Prozent mit Rieslingreben bestockt. Aus dem mittelgründigem, skelettreichen Boden mit mächtigem Kalkfelsen im Untergrund reifen ausdrucksstarke Rieslinge, die durch filigranes Frucht-Säurespiel und feinste Mineralik bestechen.

Um die Bedeutung der "Paradelage" zu unterstreichen, wurde im Jahr 2000 im Oberen Hubacker ein 6 Meter hoher Natursteinturm aus den Kalksteinen der Lage und der Region erbaut. Die Erträge im Dalsheimer Hubacker liegen im Schnitt bei 45 hl/ha, von herausragenden Qualitäten der Lage berichtet die Familienbibel bereits im vorletzten Jahrhundert. Kein anderer rheinhessischer Weinberg wurde in den letzten Jahren bei staatlichen Prämiierungen öfter ausgezeichnet, der Gault Millau – die inoffizielle Bibel der deutschen Winzer – zeichnete mit der 1999 Dalsheimer Hubacker Riesling Trockenbeerenauslese sogar mit der Traumnote 100 aus.


Die ältesten verfügbaren Tropfen vom Hubacker stammen aus den Nachkriegsjahren, da auch die französischen Besatzer den – wohl nicht gut genug versteckten – Hubacker-Weinen der vergangenen Spitzenjahre nicht widerstehen konnten

Bewertungen der Weine auf www.weinplus,de

Der Jahrgang 2007


Rheinhessen
Riesling, Weißwein, QbA, Trocken, G-Max
Groß (96)

Rheinhessen: Dalsheim
Hubacker, Riesling, Weißwein, QbA, Trocken, Großes Gewächs
Hervorragend (92)

Rheinhessen: Westhofen
Abtserde, Riesling, Weißwein, QbA, Trocken, Großes Gewächs
Hervorragend (92)
Kirchspiel, Riesling, Weißwein, QbA, Trocken, Großes Gewächs
Hervorragend (93+)
Morstein, Riesling, Weißwein, QbA, Trocken, Großes Gewächs
Hervorragend (93)

Weingut Keller Dalsheimer Hubacker, Riesling Eiswein 2001 (375 ml)
Weißwein Weingut Keller Dalsheimer Hubacker, Riesling Eiswein 2001 (375 ml)

Von Mitte Oktober bis Anfang November wurden die Riesling- Trauben im HUBACKER geerntet. Die Erträge waren klein, da bereits zur Blüte zahlreiche Trauben ?verrieselt? waren. Bei Mostgewichten zwischen 92° und 100° Oechsle zeigen sich die Jungweine mit den typisch exotischen Noten des gelben Kalksteinfels-Bodens.

88,00 €
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Westhofen Kirchspiel Riesling Großes Gewächs trocken 2006 24,50 Euro

„The German Chassagne-Montrachet” (Jancis Robinson)
„Bester trockener deutscher Riesling 2005” (Gault Millau)

Aus dem Urstromtal des Rheins heraus erheben sich sanft die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage ‚Kirchspiel’ wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet und somit, bestens geschützt vor den kalten Westwinden, über ein optimales Mikroklima verfügt. Herausragende Parzellen mit einem phantastischen Potential, erst vor ein paar Jahren von den Kellers gekauft, demonstrieren Jahr für Jahr deutlicher die Früchte der Revolutionierung in der Weinbergsarbeit, die Klaus-Peter seither vorgenommen hat. Mittlerweile ist die Regeneration dieser phantastischen Lage abgeschlossen, die Böden sind durch Humusbeigaben und jahrelanges mühevolles Umgraben aufgelockert und lebendig wie nie zuvor: Daher war es auch keine Überraschung, dass das Große Gewächs ‚Kirchspiel’ mit dem fabelhaften 2005er vom GAULT MILLAU sowie dem wichtigsten holländischen Weinmagazin mit der Auszeichnung „bester trockener deutscher Riesling” geadelt wurde, dass die hervorragende britische Weinzeitschrift FINE WINES bereits den 2004er als „the best dry Kirchspiel to date, lots of finesse, very distinguished” belobigte und der im Folgenden beschriebene 2006er für meinen persönlichen Geschmack schlicht das größte ist, was ich je aus dieser Renommierlage verkosten durfte. Und es ist wie stets bei großen Weinen das erstklassige Terroir dieses rheinhessischen Filetstückes – nackter Kalksteinfels im Untergrund mit rötlichen Eisenoxideinschüben – das die Basis für die großartige, rauchige Mineralität und unvergleichliche Würze dieses edlen Rieslings legt, der sich wie sein 05er Vorgänger ungemein dicht, cremig, tiefgründig und konzentriert präsentiert. Aber in erster Linie bezaubert das ‚Kirchspiel’ seine Liebhaber durch seine unvergleichliche Eleganz und Finesse, fasziniert mit feinstem, tänzerischem Spiel und deutet schon in seiner Jugend sein breites Aromenspektrum an, das von Aprikose und Orangenschalen über Jasmin, Minze und Feuerstein bis hin zu frischen, kräutrigen Noten reicht und von einer samtig-seidenen Mineralität unterlegt, ja geradezu liebkost wird. Dieses rassige, brillante Große Gewächs macht (fast) süchtig in der Intensität seiner Aromen und seinem einzigartigen, authentischen Kirchspielcharakter, in seiner ungemein verführerischen Mischung aus seidiger Mineralität und Komplexität, cremigem Mundgefühl und sagenhafter Finesse sowie seiner einmaligen Verspieltheit und tänzerischen Eleganz, den unverwechselbaren Insignien seines legendären Terroirs.

In seiner Jugend wird er bei Ihnen, liebe Kunden, Erinnerungen an einen klaren, frischen Gebirgsbach evozieren, der tänzelnd und übermütig ins tiefe Tal sich ergießt. Doch dann wird er sich über viele Jahre hinweg zu einem ebenbürtigen Konkurrenten größter Burgunder Gewächse entwickeln! Es mag Sie vielleicht ein wenig verwundern, dass ich einen deutschen Spitzenriesling in seiner Stilistik mit einem so anders gearteten Chardonnay vergleiche, doch die kalksteingeprägte Mineralität, das finessenreiche Spiel, die Cremigkeit und die schwebende Leichtigkeit des Kirchspiels lassen mich beim Genuss dieses großen Rieslings immer wieder an die besten Exemplare legendärer Terroirs aus der Bourgogne denken; insbesondere Erinnerungen an die sublimen Weine von Coche-Dury oder Carillon werden in mir wach: Die unvergleichliche Sinfonie großer Burgunderlagen in einem deutschen Riesling zum Klingen zu bringen, dieser vor wenigen Jahren noch kaum für möglich gehaltene Traum, ist schönste Realität geworden. Das großartige Terroir des Kirchspiels, eine der größten Weißweinlagen Deutschlands, gebiert, in den Händen eines Weinmagiers sensibel interpretiert, den ersten „deutschen Chassagne-Montrachet” (so das auf den Punkt gebrachte dezidierte Urteil von Jancis Robinson, weltweit renommierte ‚master of wine’, dem ich jedoch insofern widersprechen möchte, dass mich das Kirchspiel eher an die präziseren, eleganteren Crus aus Puligny-Montrachet erinnert), den nur eines von seinen großen Vorbildern im Burgund unterscheidet: sein wesentlich günstigerer Preis!

Genießen Sie diese Ode an die einzigartige Finesse und Mineralität großer Rieslinge aus einer Lage, die ihrem Charakter und der enorm großen Palette ihres Ausdrucksvermögens in 2006 ihre bis dato schönste Ausprägung gegeben hat und die in den nächsten Jahren zu Weltruhm gelangen wird, ab Freigabe im September 2007, Höhepunkt etwa 2009 bis nach 2020.
Diesen Wein können Sie bei : www pinard-de-picard.de bestellen